In den Ateliers arbeiten Kinder des 2. bis 4. Schuljahrs in altersgemischten Gruppen. Für einen Zeitraum von ca. sechs Wochen entscheiden sie sich für die Arbeit in einem Atelier. Jeweils nach den Ferien beginnt eine neue Atelierphase; die Kinder wählen ein neues Atelier. So entstehen jeweils neue klassen- und jahrgangsübergreifende Gruppen. Für einige Ateliers gibt es speziell ausgestattete Räume. Jedes Atelier wird von einer Lehrkraft geleitet. Sie ist hier Expertin, kann ihre persönlichen Fähigkeiten einbringen und an alle Kinder der Schule weitergeben. Im Laufe der Zeit lernen sich alle Kinder und Lehrer beim Arbeiten kennen. Dies trägt dazu bei, die Schule als gemeinsamen Lebensraum gestalten zu können. Die Lehrerkraft hat im Atelier eine doppelte Aufgabe. Zum einen muss sie Ideen der Kinder aufgreifen und durch geeignete Impulse weiterentwickeln. Zum anderen brauchen viele Kinder anfangs konkrete vorstrukturierte Angebote und Anstöße, bis sie anfangen, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Es geht dabei auch darum, Ausdauer und Konzentration zu zeigen, selbständig zu arbeiten und sich gegenseitig zu helfen sowie voneinander und miteinander zu lernen. Die Ergebnisse der Atelierarbeit werden in der Schulversammlung, in Ausstellungen oder anderen Präsentationsformen öffentlich gemacht. Die oben beschriebene Vielfalt der Arbeitsformen verlangt Absprachen und Regeln, die z.B. im Klassenrat und in der Schulversammlung besprochen und vereinbart werden. Innerhalb der einzelnen Arbeitsformen kommt dem Kreisgespräch als Austauschform über Ziele, Inhalte, Lernprozesse und ihre Ergebnisse besondere Bedeutung zu.

Präsentationen der Ateliers - Atelieraufführungen und Ausstellungen

Am Ende einer Atelierzeit, d.h. in der letzten Woche vor jeden Ferien, können die Kinder in Ausstellungen oder bei Aufführungen zeigen, was sie gemacht bzw. gelernt haben. Die Eltern der Kinder sind zu all diesen Präsentationen herzlich eingeladen. Donnerstags in der großen Pause können im Rahmen der „Kulturpause“ Werkstücke aus dem Malatelier, Stoff- und Faden- Atelier, Knoten- und Knüpfen- Altelier ausgestellt werden. In den Ateliers, in denen geforscht wird, (z.B. Naturatelier, Ziegenatelier, Reise um die Welt oder Indianeratelier) werden am Ende kleine Präsentationen von verschiedenen Kleingruppen oder einzelnen Kindern gehalten und z.B. Plakate im Schulhaus ausgestellt. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Ergebnisse in der Pattschuna zu veröffentlichen. Z.B. findet sich dort eine Seite: „Neues aus dem Ziegenatelier“ Manches wird auch mit einer Videokamera aufgenommen und Donnerstag morgens im Schulfernsehen allen Klassen gezeigt. So gibt es z.B. manchmal eine neue Folge aus der Serie „Das verrückte Lehrerzimmer“ gespielt von Kindern aus dem Theateratelier, es wird gezeigt, wie Werkstücke im Holzatelier hergestellt werden oder man kann Fotos von Ergebnissen aus dem Malatelier sehen. Dann gibt es noch an jedem Donnerstag vor den Ferien während der Atelierzeit in der Turnhalle Aufführungen des Rhythmusateliers, des Zirkusateliers und des Akrobatikateliers. Manchmal sind auch Beiträge aus dem Musikatelier, Theateratelier, von der Capoeira- Gruppe oder Bläserklasse dabei.

Die Ateliers haben unterschiedliche Schwerpunkte. Es gibt Ateliers in denen hergestellt, geforscht oder etwas aufgeführt wird.